Wohnen & Arbeiten

Begleitung und Unterstützung in verschiedenen Lebenssituationen

Die Stiftung Satis bietet mit unterschiedlichen Wohnformen einen zielorientierten Aufenthalt. Individuell angepasste Arbeitsangebote ergeben eine Tagesstruktur.

Wohnen & Arbeiten

Zielgruppen

Wohnen und Arbeiten bei Satis

Die Gründe, warum ein Mensch in einer Stiftung lebt und arbeitet sind sehr unterschiedlich. Die Stiftung Satis begleitet und unterstützt Menschen in verschiedensten Lebenssituationen, hilft ihnen auf ihrem Weg zurück in die Selbstständigkeit oder auf ihrem Weg, ein Leben mit einer Begleitung zu finden.
Die Einrichtung steht Frauen und Männern mit einer IV-Rente ab 25 bis 65 Jahren offen.

Die Stiftung Satis arbeitet eng mit den Betroffenen, ihrem Umfeld, den psychiatrischen Kliniken und örtlichen Ärzten zusammen. Zu den häufigsten Beeinträchtigungen zählen:

  • Beeinträchtigungen aus dem schizophrenen Formenkreis
  • Beeinträchtigungen infolge Intelligenzminderung oder Persönlichkeitsstörungen
  • Beeinträchtigungen in Bezug auf Depressionen oder Manien
  • Beeinträchtigungen infolge von Angst- oder Zwangsstörungen
Die Mehrheit der Klienten der Stiftung Satis hat mit einer chronifizierten Form ihrer Beeinträchtigung zu kämpfen und kann nicht mehr in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Sie sind langfristig auf einen geschützten Arbeitsplatz angewiesen. Das Ziel in der Begleitung der Klienten ist sie zu einer grösstmöglichen Selbständigkeit zu unterstützen. Die Angebote aus dem Arbeitsbereich, die verschiedenen Wohnangebote sowie die ärztliche und therapeutische Begleitung ermöglichen eine sinnstiftende, strukturierende Tagesgestaltung. Je nach Fragestellung und Zielvereinbarung kann der Aufenthalt im Satis von kurzer Dauer oder auch für eine längere Zeit sein.

Die Stiftung Satis begleitet die Klientinnen und Klienten, welche sich im offenen, stationären Vollzug ihrer Massnahme befinden. Es werden individuell zugeschnittene Ziele mit dem Fokus auf Rückfallprävention und Risikomonitoring im Rahmen eines Vollzugsplanes erarbeitet. Im therapeutischen Prozess werden die Betroffenen von Ärzten und Therapeuten des Forensischen Ambulatoriums der Klinik Königsfelden in ihrer Weiterentwicklung begleitet.

Wichtige Kriterien für eine Aufnahme sind ein gewisses Mass an Absprachefähigkeit, eine Abstinenz von Drogen und Alkohol, ggf. ist eine Aufnahme bei einer ärztlich überwachten Substitution möglich. Für die Aufnahmeabklärungen erstellt die Stiftung Satis ein internes, forensisches Konzept. Dazu benötigt sie Gutachten, Urteile und Führungsberichte. Ausschlusskriterien sind Delikte im pädosexuellen Bereich. Nach der ersten Prüfung kann ein Kennenlerngespräch vereinbahrt werden. Ein dreiwöchiger Schnupperaufenthalt ergibt weitere Eindrücke für die Beurteilung einer Aufnahme. Diese Vorabklärungsphase kann bis zu drei Monate dauern. Die Stiftung Satis richtet sich nach den Richtlinien des Strafvollzugskondordates der Nordwest- und Innerschweiz.

Die Stiftung Satis begleitet auf Anfrage straffällig gewordene Menschen in der Progressionsstufe des Arbeitsexternates nach Art. 77a/Abs. 1 und 2 StGB im letzten Schritt hin zu der bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug. Ziele der Begleitung und Unterstützung durch die Mitarbeitenden der Stiftung Satis sind in dieser Phase des Strafvollzuges das soziale Verhalten des straffällig gewordenen Menschen zu fördern und sein Legalbewährungsziel des deliktfreien Lebens zu festigen. Die Vollzugsstufe des Arbeitsexternates soll dem betroffenen Menschen ermöglichen, sich schrittweise und mit Unterstützung in die Gesellschaft und das Arbeitsleben wieder zu integrieren.

Im Arbeitsexternat (AEX) geht die eingewiesene Person tagsüber einer Arbeit ausserhalb der Justizvollzugsanstalt nach und verbringt nur die arbeitsfreie Zeit in der Vollzugseinrichtung (Art. 77a und Art. 90 Abs.2bis StGB). Das Arbeitsexternat ist eine Progressionsstufe auf dem Weg zur bedingten Entlassung und ist auf eine Dauer von drei bis zwölf Monaten angelegt. Die Stiftung Satis richtet sich nach den Richtlinien des Strafvollzugskondordates der Nordwest- und Innerschweiz.

Von einer Aufnahme eines Klienten sehen wir ab, wenn ein aktiver Substanzenkonsum oder eine Pflegebedürftigkeit vorliegt.

Wohnen

Lebensräume in der Stiftung Satis

Es bestehen unterschiedliche Wohnangebote mit differenzierter Betreuungsdichte und Selbständigkeitsbedarf bis hin zur teilbetreuten Wohngemeinschaft. Die Stiftung Satis bietet im Kernareal eine 24 h-Betreuung mit einer Vollpräsenz an.

Die Stiftung Satis verfügt zudem über viele weitere Räume, die den Klientinnen und Klienten zur Verfügung stehen. Die neugestaltete Cafeteria mit der gemütlichen Kaminlounge dient als Treffpunkt während den Mahlzeiten. Des weiteren stehen ein Spielzimmer, eine Bibliothek und eine wunderschöne Gartenanlage mit vielen lauschigen Plätzchen und Aufenthaltsmöglichkeiten an der frischen Luft zur Verfügung.

Arbeiten

Tagesstrukturen und Aufgaben

Die Stiftung Satis offeriert zu jedem Wohnplatz einen geschützten Arbeits- oder Beschäftigungsplatz. Diese bieten Tätigkeiten an, welche den Neigungen und Möglichkeiten der Betreuten angepasst sind. Die Wochenarbeitszeit beträgt in der Regel 35 Std. In begründeten Fällen kann die Arbeitszeit in Absprache mit den Bereichsleitungen auf die individuellen Möglichkeiten der Betreuten reduziert werden.